Krippenspiel 2006
Gestern hatten wir unsere beiden Krippenspiele in den Gottesdiensten am Heiligabend. Dafür habe ich eine Pressemitteilung geschrieben. Aus dem Freie Presse-Artikel wird nichts, vielleicht wird er noch im Wochenspiegel veröffentlicht. Jedenfalls stell ich ihn jetzt auch hier mit rein.
Weihnachten, das friedliche Fest der Familie?

Die Reinsdorfer Jakobus-Kirchgemeinde feiert in der vollbesetzten Kirche ihre beiden Gottesdienste am 24. Dezember
Am Heiligabend gab es in der Reinsdorfer Kirchgemeinde wieder zwei Krippenspiele. Das erste um 15 Uhr wurde wieder von Kindern unter der Leitung von Diakonin Bärbel Götz aufgeführt, der Gottesdienst um 17 Uhr von Konfirmanden und der Jungen Gemeine unter der Leitung von Stefan Gottwald und Andreas Görler.
Eine Nacht auf den Heuboden kann spannender sein, als man denkt. Das erleben zumindest Esther, Miriam, Ruth und Sarah. Sie verbringen die Nacht lieber heimlich im Stall des Gasthofes zur Post in Bethlehem und räumen dafür ihre Betten zuhause für Gäste während der Volkszählung. Dabei erleben sie nacheinander Maria und Josef, die Hirten und die Weisen aus dem Morgenland, wie sie sich alle um das Jesuskind versammeln.
Mit dieser Handlung zeigen etwa 35 Kinder im Vorschul- und Grundschulalter eine neue Sicht auf die Weihnachtsgeschichte. Mit den Kindern der Christenlehre zusammen hat Bärbel Götz in den letzten Wochen dieses Krippenspiel eingeübt. Premiere hatte es am dritten Advent während des Weihnachtswegs der Kirchgemeinde, weiter ging es mit einer Aufführung im Seniorenheim und jetzt im Nachmittagsgottesdienst am Heiligabend.
Das Krippenspiel der Jungen Gemeinde und der Konfirmanden führt in die öffentliche Hauptprobe einer Theatervorstellung. Die Weihnachtsgeschichte soll neu inszeniert werden. Provokante Aussagen der Akteure versetzen den Rentner Herr Dubius immer wieder in Rage und er unterbricht mehrmals die Probe. Der raffgierige Wirt vermietet sogar noch seinen Stall an Josef und die hochschwangere Maria. Die Hirten beschäftigen ihre eigenen Probleme, die sich um ihre Armut drehen. Aaron hat Probleme mit seiner Frau, so dass er lieber auf den Feldern Überstunden schiebt. Ruben hat keine Wohnung, seine Eltern können sich einfach keinen weiteren Esser leisten. Nachdem sie von den Engeln die frohe Botschaft von der Geburt gehört haben, schrecken sie anfangs vor den vornehm aussehenden Weisen aus dem Morgenland zurück, die ebenfalls auf den Weg nach Bethlehem sind. Diese wundern sich über die Reaktion von König Herodes am Hof in Jerusalem auf ihre Frage nach dem neuen König. Am Ende versammeln sich alle gemeinsam vor den Jesuskind, sogar der gierige Wirt sieht am Ende ein, das Geld nicht alles ist. Der Regisseur versucht immer wieder Herrn Dubius klarzumachen, gerade angesichts des Festes der Liebe die Augen vor Armut und Ungerechtigkeit nicht zu verschließen.
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